msn 193C-1226
Version: L1011-385-1
First Flight: 22.12.81
Powered by: 3 x Rolls Royce RB211-22B
MTOW(lbs): 430.000
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N735D


Flugverlauf

Datum : 29. August 2000, ca. 22:00 Uhr
Ort : Zwischen Honolulu und San Francisco

Delta Airlines Flug 219 verließ mit 287 Passagieren und 134 Crewmitgliedern um 19:10 Uhr den Internationalen Airport von San Francisco mit dem Ziel Honolulu in Hawaii.

Die Crew steuerte die Maschine in einer Reiseflughöhe von 32.000 Fuß (~ 10.500m) und stieß gegen 21:10 (rund 2 Stunde vor Erreichen von Honolulu ) auf ein Naturphänomen welches als Elmsfeuer bekannt ist.

Als Elmsfeuer bezeichnet man eine Entladung von statischer Energie, die sich im näheren Umkreis von Unwettern bildet. Dabei „springt“ die Energie auf den Flugzeugkörper über und entlädt sich in an spitzen Kanten in Form von hell aufblitzenden Lichtpunkten.

Obwohl dies für die Passagiere recht spektakulär aussieht, sollte die Entladung der Energie für das Flugzeug und dessen Systeme relativ unkritisch sein

Delta Airlines Flug 219 befand sich im weiteren für rund 3 Minuten innerhalb dieses Elsmfeuers. Die Crew beobachtete alle System und befand das Flugzeug um 21:13 als vollkommen unbeschädigt. Lediglich die Windschutzscheibe des 1. Offiziers wies einige Brandspuren auf. Alle Systeme arbeiteten weiterhin in den normalen Grenzen.

Gegen 21:15 begannen die, auf der Windschutzscheibe angebrachten Heizdrähte von der Mitte zur Innenseite zu schmelzen. 2 der 8 Sicherungen für dieses System lösten aus und Flugingenieur zog daraufhin auch die verbleibenden 6 Sicherungen, um den betreffenden Bereich stromlos zu schalten.

Weiterhin schmorten einige Kabel im inneren des Cockpits auf der Seite des 1. Offiziers wobei sich ein leichter Rauch im Cockpit verbreitete.

Nachdem die Crew Ihre Sauerstoffmasken angelegt hatte, bemerkte der Flugingenieur das sich der Kabelbrand schnell in Richtung seiner Konsole ausbreitete. Mit einem mobilen Halonlöscher konnte der 1. Offizier den sichtbaren Brand stoppen. Es war zu dieser Zeit jedoch vollkommen unklar, ob Kabel unterhalb der Verkleidungen angegriffen wurden oder weiter schmorten. Im letzteren Fall hätte die Crew wahrscheinlich bei Ausfall der Systeme bzw. einem Ausweiten des Brandes keine Chance mehr gehabt, das Flugzeug sicher zu landen, zudem man sich auch weitab vom nächsten Flughafen über Wasser befand.

Um 23:30 Uhr landete trotz teilweisem Ausfall einiger Systeme die Maschine sicher in Honolulu ohne das ein Passagier oder Crewmitglied verletzt wurde.

Bei der anschließenden Begutachtung der Maschine wurde festgestellt, daß die Crew unglaubliches Glück hatte. Das Feuer hatte sich tatsächlich zwischen Flugzeugrumpf und Innenverkleidung ausbreiten können, wobei ein, aus 30 Kabeln bestehender Kabelbaum stark beschädigt wurde. 20 der 30 Kabel und ein anhängender Verteiler waren vollständig verschmort worden und dies hatte zum teilweisen Ausfall einiger Systeme geführt.

Nur 5 cm vor einem Hauptverteiler für den Elektrikraum hatte der Brand selbständig gestoppt.



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Letzte Aktualisierung : 16. Januar 2004
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