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Royal
Air Force

Rufzeichen
: " Ascot "
Durch den Konflikt auf den Falkland - Inseln und die notwendige Versorgung des neuen Militärstützpunktes zeigte sich, daß die Royal Air Force einen dringenden
Bedarf an neuen Tank- und Transportflugzeugen hatte. Im Dezember 1982 entschied sich das Britische Verteidigungsministerium zum Ankauf der sechs TriStar 500 von British Airways, die von der
Marshall of Cambridge (Engineering) Ltd. in Zusammenarbeit mit Lockheed für die Luft - Luft - Betankung und den Truppentransport umgebaut wurden. Sie erhielten Rumpftreibstoffzellen für
100.060 lbs (~63.000 Liter) und zusätzliche, an die militärischen Erfordernisse angepaßte Kommunikations- und Navigationssysteme. Die Luft - Luft - Betankung erfolgt
vom Heck über die doppelte Flight Refuelling Mk 17T oder von den äußeren Tragflächenenden. Darüber hinaus können die L-1011-500 der Royal Air Force selbst über
ein Betankungsrohr, das im Einsatz über dem Cockpit installiert wird, für extrem lange Strecken in der Luft aufgetankt werden.
Alle Maschine werden vom Luftwaffenstützpunkt Brize Norton aus eingesetzt und gehören zur 216 Squadron. Da ein Alternative zu den TriStar Tankern derzeit nicht
vorhanden ist und auch die politischen Planungen sehr lange Zeit in Anspruch nehmen, ist davon auszugehen, daß die erste RAF L1011 nicht vor dem Jahr 2010 außer Dienst gestellt wird.
Außerdem ist die RAF, wenn auch nur mäßig, am Ankauf weiterer L1011 interessiert. In Frage kommen hierzu aber derzeit nur die 17 stillgelegten Saudia –200 Maschinen, da "junge
und unverbrauchte " –500 auf dem Markt nicht verfügbar sind.
Interessant ist die Tatsache, das die Royal Air Force ihre 9 Tanker nur bis zum Februar 1997 von Marshall of Cambridge Ltd. warten ließ, dann aber im März
1997 die Wartung aus England auslagerte. Ein 5 Jahresvertrag mit GAMCO in Abu Dhabi wurde abgeschlossen und seither stehen die TriStar 500 desöfteren neben den stillgelegten Saudia –200
Maschinen.
Varianten
Variante TriStar K1/KC1
Zu den wesentlichen Modifikationsarbeiten der –500 K1 gehörte die Installation von neuentwickelten Rumpftreibstoffzellen für 100.060 lbs und zusätzliche,
an die militärischen Erfordernisse angepaßte Kommunikations- und Navigationssysteme. Die Luft – Luft - Betankung erfolgt vom Heck über die doppelte Flight Refuelling Mk 17T oder
von den äußeren Tragflächenenden. Darüber hinaus können die TriStar - Maschinen der Royal Air Force selbst über ein Betankungsrohr, das im Einsatz über dem
Cockpit installiert wird, für extrem lange Strecken in der Luft aufgetankt werden. Alle Exemplare verfügen über eine erhöhte Abflugmasse von 540.000 lbs und ein
Leertankgewicht von 345.000 lbs.
Vier der sechs Maschinen wurden darüber hinaus für den Frachttransport mit einer 3,56 x 2,59 m großen Frachttür im linken Vorderrumpf,
einem verstärkten Kabinenboden sowie Frachtbeladungssystemen versehen. Die Maschinen tragen die Bezeichnungen TriStar K1 (Tanker/Transporter) bzw. TriStar KC1 (Tanker/Transporter/Frachter).
Variante TriStar C2/C2A
Im Laufe des Jahres 1984 kaufte die Royal Air Force drei weitere TriStar 500 (von Pan Am) hinzu, von denen zwei vorerst unmodifiziert als Truppentransporter
und zur medizinischen Versorgung eingesetzt wurden (TriStar C2). Der dritte TriStar 500 aus der Pan Am - Flotte wurde abgestellt und nach mehreren Jahren auf einen Hybridstandard modifiziert
(TriStar C2A). Alle Maschinen sind strukturell modifiziert und können unter entsprechender Nachrüstung ebenfalls mit einem Startgewicht von 540.000 lbs operiert werden. |