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Orient
Thai

1994 entstand mit Orient Express die erste, private Fluggesellschaft die mit Strahlflugzeugen operierte. Im September 1994 flog die Airline zunächst im Charterverkehr mit 2
Boeing B727 von Bangkok aus nach Chiang Mai, Ubon Ratchathani, Udon Thani und Khon Kaen in Nordostthailand. Wenig später wurde mit Hat Yai die erste Destination im Süden Thailands
angeflogen.
1996 beantrage man die Linienflugrechte, in dem bislang für private Airlines wenig aufgeschlossenen Thailand.
Nachdem diese genehmigt worden waren, flog Orient Thai auf teils den gleichen Routen wie Thai Airways International; jedoch zu einem Bruchteil des Preises der staatlichen Airline.
Um die starke Nachfrage befriedigen zu können wurden im Oktober 1996 zwei Lockheed TriStar aus Cathay Pacific Beständen angeschafft die auf Strecken nach Chiang Mai immer ausgebucht
waren.
Der erstmals aufkommende Konkurrenzdruck ließ Thai Airways International nicht lange zögern: Die Genemigung für Direktflüge von Bangkok nach Chiang Mai
wurde jedenfalls Anfang 1997 entzogen. Die TriStar´s wurden daraufhin weiterhin nach Chiang Mai und Phuket eingesetzt. Nur flog man nun nicht mehr direkt sondern über das, etwa eine
Stunden von Bankok gelegene U-Tapao im Süden Thailands. Gleichzeitig änderte man den Name in Orient Thai.
Bis 1999 konnte Orient Thai auf den inländischen Routen nicht kostendeckend operieren. Dies resultierte in erster Linie aus den politischen Gegebenheiten, die der staatlichen
Thai Airways wesentlich bessere Rahmenbedingungen boten. Als sich abzeichnete, das sich diese Rahmenbedingungen nicht entscheiden ändern würden, zog sich die Orient Thai auf die
wesentlich lukrativeren Charterdienste zurück. Erstmals flog man nun auch internationale Ziele wie Macau an. Eine Genehmigung für Flüge nach Hong Kong wurde aber ebenfalls nicht
erteilt; dies war Vorrecht der Thai Airways.
Als Asiens einziger internationaler Charteroperator gründete man die Tochter Kampuchea Airlines und bot Anfang 2000 in Kooperation mit Finnair, Lufthansa, LTU und Merpati
Flüge in alle Welt an.
Mit der Wahl des Industriemagnaten Dr. Thaksin Shinawatra änderte sich die Politik in Thailand und der Lufttransport wurde liberalisiert. Mit 2 Boeing B747 wurden im Februar
2002 erste Liniendienste von Bangkok nach Hong-Kong aufgenommen. Eine Verbindung von Bangkok nach Seoul wurde erstmalig im April 2003 bedient.
Im Oktober 2003 kamen weitere 2 B747 und ein TriStar zur Flotte mit denen Services nach Kuala Lumpur und Singapur geflogen wurden.
Anfang 2004 gründet man die erste Low-Cost Airline in Thailand: One-Two-Go. Diese bedient mit Boeing B757 popululäre Zeile wie Chiang Mai ab Bangkok. Im April 2004 gab
Orient Thai bekannt, sich ab sofort nur noch auf Boeing B747 und Boeing B757 zu beschränken.
L1011 Operationen
Trotz einer erst im Dezember 2003 übernommenen L1011 stellte Orient Thai alle Flüge mit der Lockheed im April 2004 ein. Alle Maschinen wurden in Bangkok gegroundet; die
Piloten entlassen.
Bezeichnend für den Einsatz der L1011 bei Orient Thai ist jedoch grundsätzlich die Einsatzzeit. Die Airline hat bei keiner Maschine jemals einen C oder D Check
durchführen lassen. Bei Erreichen der maximalen Einsatzzeit wurden die Maschinen einfach stillgelegt.
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