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Air Luxor
Am 14. Dezember 1988 kaufte sich die Familie Mirpuri ihren ersten Privatjet, welchen sie hauptsächlich für ihre Geschäftsreisen nutzte. Die Mirpuri's waren die
ersten in Portugal, die über Privatjets verfügten.
Anfangs der 90er Jahre entschieden sie sich diesen Luxus einem grösseren Kreis von Benutzern anzubieten. Die Idee war eine Fluggesellschaft mit hohem Standard zu gründen;
das Schlüsselwort war "Luxus" dadurch entstand der Name Air Luxor.
Start mit BizJets
Begonnen hat alles mit einem Aero Commander 500A welcher in den frühen 90er Jahren durch den ersten Jet, eine Citation l ersetzt wurde. Immer mehr Business Jets stiessen im
Laufe der Jahre zur Flotte bis dieser Geschäftszweig im Jahre 2001 vom Airline-Bereich getrennt wurde. Im JAhr 2003 war Air Luxor an der NTA - NetJets Transportes Aereos. Lissabon, zusammen mit NetJets USA beteiligt und operiert mit Cessna 550 / 560 / 650, Falcon 50 / 900 / 2000 sowie mit Hawker 800XP.
Bevor Air Luxor ins Passagiergeschäft einstieg, bot sie noch eine andere Dienstleistung an, nämlich die "Air Luxor Ambulanz Dienste". Man kann diesen Dienst mit dem
ADAC vergleichen. Ihre Ambulanzflugzeuge sind bestens ausgestattet und verfügen über hoch qualifizierte Ärzte. Zu jeder Tageszeit stehen die Flugzeuge einsatzbereit auf den
Flughäfen Lissabon und Paris. Zur Flotte gehören Citation II und Falcon 900.
Aufnahme des Passagierbetriebes
1997 nahm Air Luxor den Passagierbetrieb mit einer ex-TAP Air Portugal Lockheed Tristar L-1011-500 und einer Boeing B757-200 auf. Der eigene Flugbetrieb beschränkte sich
aber auf wenige Flüge im Charterbereich. Die Maschinen wurden vor allem kurzfristig an Gesellschaften vermietet, um Engpässe zu überbrücken.
Die Hubs von Air Luxor waren Lissabon und Paris. Von diesen Städten wurden fast alle Kontinente angeflogen. Air Luxor flog im August 2003 45 Ziele weltweit an. Diese
jedoch grösstenteils im Charterverkehr.
Die Hauptrouten im Linienverkehr waren Lissabon - Paris, Lissabon - Madeira. Oporto - Paris. Oporto - Madeira, Paris - Madeira und Paris - Faro. Seit Februar 2003 wurde auch
Dublin 2x wöchentlich im Linienverkehr bedient. Im Charterverkehr konzentrierte man sich in Europa auf Portugal, Spanien, Frankreich, England, Irland und Österreich, während im
Langstreckenbereich Thailand, die USA, Kuba und die Dominikanische Republik im Vordergrund standen.
Air Luxor verfügte über eine neue Airbus-Flotte von sechs A320 und zwei A330. Gepflegt wurde auch der Service an Bord! Hier konnte man
den Namen Air Luxor betonen und dem Passagier einen schon beinahe luxeriösen Aufenthalt an Bord anbieten. Dazu gehörte eine aufmerksame Crew mit exklusiven Uniformen wie auch eine
excellente Küche. Bei Air Luxor wurde auf allen Linienflügen, also auch auf kürzeren wie beispielsweise Lissabon - Funchal, ein sorgfältig zubereitetes, warmes Essen serviert.
Dazu kamen zwei Lockheed TriStars. Die L-1011s waren mit 310 Sitzen ausgerüstet, die allesamt mit feinem, graublauem Leder überzogen waren. Ausserdem waren die Sitzplätze mit einem individuellen Audio Programm ausgestattet. Beide L1011-500 wurden im Januar 2004 an Luzair verkauft. Luzair ist ein Teil der Air Luxor/NetJet Lissabon Gruppe, die als Vermarkter der ganzen Flotte seit längerem auftritt. Unter anderem vermarktet man auch die Flugzeuge der EuroAtlantic, der LAM Mocambique und der Brasil Rodo.
Seit Anfang 2002 flogen Air Luxor und PGA Portugalia Airlines mit einem Codeshare Abkommen. Da sich die Streckennetze der beiden Airlines ideal ergänzten profitieren beide
davon und konnten ihren Passagieren mehr Destinationen anbieten. Dabei können Meilen beim Air Luxor Frequent Flyer Programm oder beim PGA Skyclub Programm gesammelt werden.
Seit dem l. Mai 2003 wurde die Strecke Lissabon - Brüssel im Codeshare mit Virgin Express angeboten. Geflogen wurde 2xtäglich mit einer B737- 300 der Virgin Express,
wobei Air Luxor ein festes Kontingent an Sitzplätzen zustand.
Ende 2002 gründete Air Luxor eine neue Fluggesellschaft mit dem Namen Air Luxor STP (Sao Tome & Principe). mit Sitz im gleichnamigen Land. Diese Fluggesellschaft
gehörte zu 99% der Air Luxor und zu l % dem Staat vom Sao Tome & Prinicpe. Da das eigenständige Land, früher einmal eine portugiesische Kolonie, keine internationale
Fluggesellschaft besass, entschied sich Air Luxor eine Tochtergesellschaft zu gründen. Air Luxor STP besass keine eigenen Flugzeuge. Um die einzige Verbindung nach Lissabon sicherzustellen,
wurde eine A320 der Air Luxor benützt. Eine eigenständige Bemalung wurde in Erwägung gezogen jedoch nicht umgesetzt.
Im Jahre 2005 plante man die Umbenennung der Air Luxor in HiFly da es mehrfach zu Verwechslungen mit der ägyptischen Luxor Air gegeben hatte und die Auslastung der eigenen Flugzeuge stetig sank.
Im Mai 2006 wurden die Liniendienste Lissabon - Paris Orly, Lissabon - Praia and Porto - Paris Orly vollständig aufgegeben und der der einzige Airbus A330 an die Leasingfirma retourniert.
Im Juli 2006 wurde Air Luxor an einen portugisisch-canadischen Investor der Longstock Financial Gruppe verkauft. Der Umfang des Geschäftes enthielt das gesamte Firmenvermögen der Air Luxor (Air Luxor, Air Luxor STP (São Tomé) und Air Luxor GB (Guinea Bissau), sowie der Reiseveranstalter Air Luxor Tours). Im Oktober stellte Air Luxor den Flugbetrieb endgültig ein und wurde abgewickelt.
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